FAQ / Allgemeine Erläuterungen
1. Verzeichnis lieferbarer Bücher
Unter der Internetadresse www.buchhandel.de bietet der deutsche Branchenverband "Börsenverein des deutschen Buchhandels" einen Überblick über alle derzeit lieferbaren Neubücher, soweit sie eine ISBN-Nummer haben, das sog. VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher).
2. Bücher-Suchmaschinen
Bücher-Suchmaschinen suchen das Internet nach Büchern ab, die zum Verkauf angeboten werden. Dabei sollte man wissen: Im Internet werden Bücher im Allgemeinen entweder in individuellen Online-Shops oder auf Online-Markplätzen angeboten. ( Auf einem Online-Marktplatz erscheinen alle Angebote der teilnehmenden Anbieter in einer gemeinsamen Liste und können so gut verglichen werden.) Bücher-Suchmaschinen suchen vor allem die bekannten Online-Marktplätze ab, in seltenen Fällen auch individuelle Buch-Shops. Da der Umfang der abgesuchten Buchanbieter bei den einzelnen Bücher-Suchmaschinen durchaus unterschiedlich ist, lohnt es sich, verschiedene Suchmaschinen auszuprobieren.
3. Marktplätze
Auf einem Bücher-Online-Markplatz bieten mehrere Anbieter zugleich Ihre Bücher an, so dass deren Angebote verglichen werden können. Besonders Antiquare und Privatanbieter, die persönlich gebrauchte Bücher verkaufen möchten, sind fast ausschließlich auf solchen Marktplätzen zu finden. Die Marktplätze eignen sich daher ganz besonders für den Gebrauchtbuchhandel. Aber auch professionelle Neubuchanbieter sind hier zu finden.
4. Internet-Buchhändler A - Z
Die hier aufgelisteten Online-Buchhändler sind auf den Internet-Handel bzw. den Versandhandel mit Büchern spezialisiert. Wenige verbreiten zusätzlich gedruckte Prospekte. Hinter jedem Online-Buchhändler stehen Namen und Gesichter, sie leben von zufriedenen Kunden, und alle freuen sich über persönliche Kontakte, auch wenn sie, was für sie typisch ist, nicht über eigene Ladengeschäfte verfügen, die man besuchen kann. Der Kontakt läuft meist über E-Mail oder Telefon.
5. Verlage
Viele Verlage bieten Verbrauchern die Möglichkeit, über angeschlossene Online-Shops Bücher direkt beim Verlag zu bestellen. Das sieht der Buchhandel natürlich überhaupt nicht gerne, aber gerade für kleine Verlage, deren Titel nicht über den Großhandel verbreitet werden und somit auch kaum in den Auslagen von Ladenbuchhandlungen auftauchen, ist es wohl unverzichtbar. Besonders interessant werden Verlags-Online-Shops für Bücherfreunde auch dann, wenn Titel über den normalen Buchhandel womöglich kurzzeitig nicht verfügbar sind, beim Verlag aber durchaus vorliegen. Dann kann es mittels einer Bestellung beim Verlag schon mal schneller gehen. Manche Verlage nutzen ihre Online-Shops auch dazu, Restauflagen zu Sonderpreisen loszuschlagen. Hier können Schnäppchenjäger fündig werden. Wir listen solche Verlage mit Restpostenangeboten auch unter der Kategorie "Schnäppchen von Verlagen".
6. Schnäppchen-Händler
Als "Schnäppchen-Händler" bezeichnen wir hier das sog. Moderne Antiquariat. Solche Anbieter vertreiben Neubücher - im Allgemeinen älter als zwei Jahre - zu Preisen, die gegenüber den ursprünglichen gebundenen Ladenpreisen mehr oder weniger stark verbilligt sind, wobei diese neuen Preise teils noch der Preisbindung unterliegen, teils nicht mehr. Diese Titel liegen noch in gewissen (Rest-) Mengen vor, die von verschiedenen Händlern angeboten werden können; manche Anbieter vertreiben aber auch exklusiv ausgewählte Restauflagen. Ein weiteres Betätigungsfeld des Modernen Antiquariats sind Bücher mit Herstellungsfehlern, die aber noch zu gebrauchen sind. Schließlich sind noch Sonderausgaben zu erwähnen und Bücher zu sog. Subskriptionspreisen. Sonderausgaben sind im Allgemeinen verbilligte Neuauflagen früherer Werke, wobei die Verbilligung oft dadurch erreicht wird, dass man an der Ausstattung spart (z.B. verbilligter Einband, kein Schutzumschlag ), evtuelle sehr lange Textanhänge kürzt, Bilder nur noch in schwarz-weiß wiedergibt, oder ähnliches, aber das muss nicht so sein. Es gibt auch Sonderausgaben, die gerade in puncto Ausstattung besonders herausragen. Was bleibt, ist ein besonders günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Büchern zu Subskriptionspreisen handelt es sich um Werke, die noch nicht erschienen sind, und bei denen der Verlag aber allen Vorbestellern bis zu einem gewissen Datum einen Sonderpreis gewährt.
7. Schnäppchen von Verlagen
Verlage mit eigenen Restpostenangeboten sind besonders interessant, da diese Angebote im Allgemeinen von keiner Buch-Suchmaschine erfasst werden.
8. Klassisches Antiquariat
Im Unterschied zum Modernen Antiquariat dreht es sich beim klassischen Antiquariat um echt gebrauchte Bücher, wobei die Händler jeweils Einzelexemplare anbieten, jedes in einem ganz bestimmten Zustand zu einem ganz bestimmten Preis. Das kann von billigen Taschenbüchern jüngeren Datums bis hin zu bibliophilen Raritäten der ferneren Vergangenheit reichen und umfasst im Allgemeinen auch Sammler-Postkarten, wertvolle Handschriften und Grafiken. Wichtig ist, auf den genauen Zustand des Buches zu achten. Manche Vorbesitzer hinterlassen ihre Bücher "wie neu", andere dagegen haben im schlimmsten Fall intensiv von Gelbmarkern und Kugelschreibern Gebrauch gemacht oder lassen kaum eine Zeile un-unterstrichen. Antiquare bedienen sich zur Zustandsbeschreibung ihrer Bücher oft einiger Abkürzungen und Fachbegriffe, deren Bedeutung man unten in unserer Kategorie "Buchtechnisches Wissen" erfahren kann.
9. Hochschularbeiten
Jahr für Jahr werden an bundesdeutschen Fachhochschulen und Universitäten Tausende von Doktorarbeiten, Diplom- und Magister-Arbeiten angefertigt, die nie in den Buchhandel gelangen. Sie verschwinden vielmehr in großen Magazinen und werden (von Dissertationen abgesehen) nach einem bestimmten Zeitraum dem Altpapier übergeben. Das Internet dagegen bietet über einige Plattformen die Möglichkeit, solche Arbeiten in digitaler Form zu erwerben, wobei im Allgemeinen auch darüber informiert wird, mit welcher Note die jeweilige Arbeit bedacht wurde.
10. Titelrecherche / Bibliotheken
Die hier angebotenen Internet-Adressen sollen es ermöglichen, den Gesamtbestand an deutschsprachigen Büchern zu durchforsten. Unter der Interadresse www.buchhandel.de bietet der deutsche Branchenverband "Börsenverein des deutschen Buchhandels" einen Überblick über alle derzeit lieferbaren Neubücher, soweit sie eine ISBN-Nummer haben, das sog. VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher). Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt im Auftrag des Staates alle deutschsprachigen Neuerscheinungen und deren Übersetzungen. Hier kann man also ältere Titel recherchieren, wenn einem Angaben fehlen (Z.B. wenn nur der Titel oder der Autor bekannt ist). Weitere Internet-Adressen erschließen die Bestände deutscher und ausländischer Bibliotheken.
11. Dokumentenlieferdienste
Dokumentenlieferdienste machen die Buch-Fernleihe "von zu Hause aus" möglich. Denn muss man für gewöhnlich eine Öffentliche Bibliothek aufsuchen, um eine Fernleihe durchzuführen, und muss man das ferngeliehene Buch auch dort abholen und zurückgeben, so erlauben Dokumentenlieferdienste die online-Bestellung mit postalischer Lieferung ins Haus. Die Rückgabe erfolgt ebenfalls per Post. Die Gebühren sind bei diesem Verfahren natürlich höher als bei einer alt hergebrachten Fernleihe.
Ferner bieten Dokumentenlieferdienste den ganz großen Vorteil, wissenschaftliche Aufsätze oder auch Lexikon-Artikel in Kopie zugänglich zu machen. Große Teile gerade der aktuellen wissenschaftlichen Diskussionen spielen sich ja in Fachzeitschriften ab, die im Allgemeinen so teuer sind, dass sie sich nur wenige leisten können. Wer trotzdem an einem dort veröffentlichten Artikel interessiert ist, wendet sich an einen Dokumentenlieferdienst, der die gewünschten Fachzeitschriften-Aufsätze kostenpflichtig kopiert und sie postalisch zu Ihnen nach Hause schickt (zum Verbleib).
12. Büchertausch
Der private Tausch von Büchern ist durch das Internet richtig in Fahrt gekommen. Dabei ist es nicht so - wie man vielleicht zunächst denken könnte - dass hier zwei Buchfreunde zusammengeführt werden, wobei der eine ein Buch hat, das der andere sucht, und der andere eines, das der eine sucht. Das wäre schon ein Zufall. Vielmehr funktioniert das Ganze so, dass jeder die Bücher, die er bereit ist loszuwerden, bei der jeweiligen Tauschbörse ins Internet einstellt und so den Mitgliedern der Tauschbörse zum Tausch anbietet; und wenn er eines abgibt, erhält er dadurch Punkte, mit denen er woanders ein Buch bestellen kann.
13. Volltextsuche
Vor wenigen Jahren haben Google und andere damit begonnen, urheberrechtlich nicht geschützte Buchinhalte (also z.B. bestimmte Bücher ab einem bestimmten Alter) in nennenswertem Umfang, und d.h. bibliothekenweise, komplett einzuscannen und damit deren z.B. wissenschaftliche Auswertung enorm zu erleichtern. Der sehr zweitaufwändige Fernleihverkehr von Büchern wird damit über kurz oder lang stark abnehmen. Die Bücher können im Internet in Volltext angeschaut werden - Seite für Seite. Da diese Buchseiten allerdings im Allgemeinen nur als Bilder gescannt wurden und nicht mit einer Texterkennung, ist es in diesen Fällen nicht möglich, diese Bücher z.B. über eine Suchfunktion nach Suchworten zu durchforsten.
Ein heißes Thema in der Buchhandels-, Wissenschafts- und Kulturszene ist die Frage, ob und in wieweit auch urheberrechtlich geschützte Inhalte (wie z.B. neu erschienene Bücher) im Internet ganz oder teilweise veröffentlicht werden sollten oder müssten. Der Online-Buchhandel hat ein Interesse daran, seine Kunden in die Bücher genauso reinschauen lassen zu können wie es die Ladenbuchhändler ihren Kunden gewähren. Daher wurden in Abstimmung mit den betroffenen Verlagen Angebote zur Volltextsuche entwickelt, die Online-Buchhändler einsetzen können (und natürlich auch Ladenbuchhändler in Ihren Online-Shops. )
Darüber hinaus hat sich eine wachsende Zahl deutscher Verlage zu einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Namen "libreka" zusammengefunden (früher VTO - Volltextsuche online), in welchem aktuelle lieferbare Neubücher ganz oder teilweise online einsehbar sind, allerdings zum Teil gebührenpflichtig.
14. Zusammenfassungen
Diese Dienste bieten Zusammenfassungen neu erscheinender Bücher an, die z.B. für bestimmte Berufsgruppen wichtig sind. Im Allgemeinen gebührenpflichtig.
15. Rezensionen
Rezensionen sind ein großes Thema im Internet. Buchbesprechungen sind ja schon seit jeher bekannt aus Presse, Funk und Fernsehen, und so ist es eine prima Sache, dass die entsprechenden Redaktionen ihre teilweise sehr umfangreichen Bestände auch online zugänglich machen. Die Zahl der Anbieter ist kaum zu überschauen und eine alle Rezensionsangebote absuchende Spezialsuchmaschine ist bisher nicht bekannt. Wir bieten hier eine kleine Auswahl an ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Zu erwähnen ist noch, dass viele Online-Buchshops Ihren Besuchern die Möglichkeit geben, die angebotenen Bücher zu beurteilen und ihre Meinung dazu zu veröffentlichen, wovon gerne Gebrauch gemacht wird.
16. EBooks
Bücher zum Download haben den Vorteil, dass man sie zum Teil kapitelweise kaufen kann. Das kann einem namentlich bei Fachbüchern viel Geld sparen. Manche Bücher erscheinen überhaupt nur als EBook. Wer also im Printbereich noch nicht das Richtige gefunden hat, kann auch unter den EBooks mal suchen.
EBooks kann man sich auf seinem PC anschauen oder auch ausdrucken; es werden aber auch spezielle Lesegeräte angeboten, die einmal das gedruckte Buch ersetzen sollen.
17. Audiobooks
Audiobooks oder Hörbücher gibt es auf CD oder zum Download. Sie haben in den letzten Jahren einen phänomenalen Erfolg verzeichnet und kaum ein Bestseller erscheint heute ohne Hörbuchfassung.
18. Printbücher veröffentlichen
Die hier aufgeführten Links dienen vor allem solchen Autoren, die gewissermaßen "auf eigene Faust" ihre Werke zu veröffentlichen beabsichtigen, d.h., die bereit sind, auf die klassischen Verlagsleistungen weitgehend zu verzichten.
Erläuterung: Wer ein Buch veröffentlichen möchte, wendet sich im Allgemeinen an einen Verlag. Der Verlag bietet bei Interesse eine fachkundige Begleitung der Texterstellung durch sein Lektorat, trägt das Risiko der Druckkosten und sorgt (ggf. in Kooperation mit dem Autor) für die Vermarktung. Dafür behalten es sich Verlage vor, Autoren bzw. Manuskripte auch abzulehnen.
Abgelehnten Autoren (oder auch anderen) bietet sich eine andere Art von Verlagen an, die niemanden abweisen, sofern der Autor bereit ist, sich mehr oder weniger am finanziellen Risiko zu beteiligen, sprich die Druckkosten für die Auflage (mit-) zu tragen. Man spricht daher von sog. Zuschussverlagen. Die deutschsprachigen Schriftstellerverbände stehen bei Vertragsgestaltung gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Ein Autor kann aber auch auf den risikoreichen Druck von Auflagen ganz verzichten, indem er sich einer dritten Gruppe von Verlagsdienstleistern zuwendet. Diese verwenden eine Drucktechnik, die die wirtschaftliche Einzelanfertigung von Büchern erlaubt, und so wird hier jedes einzelne Buch erst dann hergestellt, wenn eine Kundenbestellung dafür vorliegt (books on demand). Der Dienstleister weist dem Buch eine ISBN-Nummer zu und macht es so dem Buchhandel zugänglich. Und er sorgt für die Auslieferung.
19. EBooks verÖffentlichen
EBooks gewinnen besonders im wissenschaftlichen Bereich zunehmende Bedeutung. Viele Wissenschaftler in bezahlten Dienstverhältnissen sind nicht darauf angewiesen, an der Veröffentlichung von Fachliteratur zu verdienen, sondern haben in erster Linie ein Interesse daran, die eigenen geistigen Erzeugnisse möglichst vielen ohne große Hürden anbieten zu können. Es bilden sich wissenschaftliche Netzwerke mit einem möglichst freien Austausch geistiger Erzeugnisse.
EBooks können aber auch von solchen Autoren als Veröffentlichungsmedium genutzt werden, die an Ihren Büchern Geld verdienen möchten. Das finanzielle Risiko bei der Herstellung von EBooks ist vergleichsweise gering.
20. Bücher privat verkaufen
Das Internet hat den privaten Handel mit Büchern revolutioniert. Was früher wenig aussichtsreich von Flohmarkt zu Flohmarkt geschleppt werden musste, kann heute bequem von zu Hause aus einem Millionenpublikum angeboten werden. Für Privatverkäufer sind besonders solche Marktplätze interessant, die für die Angebote keine Einstellgebühren verlangen, sondern nur im Erfolgsfall eine Verkaufsprovision erheben.
21. Communities
Lesernetzwerke - Hier treffen Gleichgesinnte zusammen, um sich über ihre Bücher zu unterhalten. Dazu kann man vielfach ein eigenes virtuelles Buchregal einrichten und es anderen zeigen. Hier wird (fast) alles von den Usern selbst gemacht; es gibt keine redaktionellen Beiträge.
22. Literaturportale
Darunter verstehen wir hier redaktionell und professionell betriebene Infoangebote zu Thema Literatur - Fundgruben über aktuelle Bücher und literarische Themen.
23. Wissensportale
Wissensportale wurden geschaffen, um vor allem Studenten und Forschenden zu helfen, zu einem bestimmten Thema auf schnellem Weg umfassende Informationen und Quellen zu erschließen.
24. Buchtechnisches Wissen
Hier erfährt man, was ein "fliegendes Blatt" oder ein "Vorsatz" ist. Auch die gängigen Abkürzungen im Antiquariatsjargon werden erläutert.
25. Verbände